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Umstrittenes Schleusenprojekt vor Venedig schreitet voran

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Umstrittenes Schleusenprojekt vor Venedig schreitet voran

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Alle Jahre wieder wird Venedig vom Hochwasser heimgesucht. “Acqua Alta” entsteht, wenn bei besonders starker Flut und niedrigem Luftdruck starke Winde das Wasser landeinwärts in die Lagune von Venedig drücken. Einwohner und Touristen nehmen es gelassen. Allerdings sorgt das Hochwasser jedes Mal für große Schäden. Dem soll ein mobiles Staudammsystem mit dem Namen M.O.S.E. Abhilfe schaffen. Die Abkürzung steht für “Modulo Sperimentale Elettromeccanico” (experimentelles elektromechanisches Modul). 78 mobile Fluttore, die vor der Stadt auf dem Meeresgrund eingebettet sind, sollen sich bei Hochwasser wie ein Schutzwall auf einer Länge von 1,6 Kilometern aufrichten.

Der Bau soll bis 2014 abgeschlossen sein, die Kosten belaufen sich auf 6,8 Milliarden Euro.

Die italienischen Behörden werben eifrig für das 2003 von Silvio Berlusconi bewilligte Prestige-Projekt. Klimaforscher, Geologen und Umweltschützer warnen jedoch vor den ökologischen Auswirkungen der mobilen Riesenschleuse.