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Unternehmensgründung - ja oder nein?

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Unternehmensgründung - ja oder nein?

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Die Europäer sind zurückhaltend, wenn es darum geht ein eigenes Unternehmen zu gründen – ganz im Gegensatz zu Amerikanern und Chinesen. Das ist das Ergebnis einer neuen EU-Studie. Aber was sind die Ursachen dafür?

Zwischen den Kontinenten gibt es große Unterschiede in der unternehmerischen Haltung, wie das Eurobarometer feststellt. Demnach sind die Chinesen am ehesten zur Unternehmensgründung bereit, 71 Prozent der Befragten gaben eine entsprechende Antwort. In Japan hingegen waren es nur 39 Prozent, in den USA 55 und in Europa 45 Prozent.

Aber auch zwischen den einzelnen Ländern sind die Unterschiede groß. Werfen wir einen Blick auf die EU-Staaten Zypern und Griechenland. Beide liegen deutlich über dem EU-Durchschnitt und sogar über jenem der USA. In der Slowakei und Belgien hingegen zeigt nur ein Drittel der Bevölkerung Interesse an einer unternehmerischen Tätigkeit.

Nur 12 Prozent der Befragten in der EU leiten tatsächlich ein eigenes Unternehmen, in Japan sind es etwas mehr, nämlich 15 Prozent. In den USA gaben 21 Prozent der Befragten an, selbständig unternehmerisch tätig zu sein, in China waren es 27 Prozent. Viele Europäer bevorzugen also die Sicherheit des Angestelltendaseins.

Nach ihren größten Ängsten in diesem Zusammenhang befragt, antworteten rund die Hälfte der Europäer und Chinesen mit der ständigen Furcht vor dem Bankrott. Die Amerikaner hingegen haben andere Sorgen: sie beklagen vor allem, dass man als Unternehmer kein regelmäßiges Einkommen hat. Darüber hinaus erklärten die meisten Befragten, sie sähen im Fehlen staatlicher Unterstützung und in den komplizierten administrativen Anforderungen die größten Hürden auf dem Weg zum Unternehmer.

Und wollen die Befragten in den nächsten fünf Jahren selbstständig sein? Fast die Hälfte der chinesischen Teilnehmer an der Studie antwortete mit Ja, aber nur 29 Prozent der Europäer und 12 Prozent der Japaner.