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Bericht zum "Bloody Sunday" wird vorgelegt

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Bericht zum "Bloody Sunday" wird vorgelegt

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Der 30. Januar 1972 im nordirischen Londonderry. Es war der Tag, der als Bloody Sunday – Blutsonntag – in die Geschichte eingehen sollte. Bei einem zunächst friedlichen Bürgerrechtsmarsch von Katholiken eröffneten britische Soldaten das Feuer auf die Demonstranten. 14 Menschen starben, der Nordirlandkonflikt eskalierte. Nun soll geklärt sein, was damals wirklich passiert war. Eine Untersuchungskommission unter Vorsitz des Richters Lord Saville stellt am Dienstagnachmittag ihre Ergebnisse vor. Vor 12 Jahren hatte der damalige britische Premier Tony Blair die Kommission eingerichtet, nachdem neue Erkenntnisse aufgetaucht waren. Die Kosten der Untersuchung belaufen sich auf umgerechnet fast 230 Millionen Euro. Schon 1972 hatte es eine Untersuchung unter dem damaligen britischen Premier Edward Heath gegeben. Diese schloss im April des Blutjahres mit der Entlastung der Soldaten. Diese hatten ausgesagt, die Demonstranten seien bewaffnet gewesen. Augenzeugen widersprachen. Angehörige der Opfer hoffen nun, fast 40 Jahre nach dem tragischem Ereignis, auf späte Gerechtigkeit.