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Kirgistan: Russland soll Blutvergiessen stoppen

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Kirgistan: Russland soll Blutvergiessen stoppen

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Bei den blutigen Zusammenstössen zwischen Kirgisen und der usbekischen Minderheit im Süden Kirgistans sind offiziellen Angaben nach rund 140 Menschen ums Leben gekommen. Die usbekische Seite spricht von bis zu 700 Toten, die teils von kirgisischen Heckenschützen erschossen worden sein sollen. Tausende Menschen sind auf der Flucht, viele versuchen, sich nach Usbekistan zu retten, doch das Nachbarland hat mittlerweile die Grenzen für Flüchtlinge dichtgemacht. Zwar meldete die Übergangsregierung von Rosa Otunbajewa erste Erfolge bei der Festnahme von Heckenschützen. Die Menschen in Osch und Umgebung beklagten aber, dass weiter Schüsse zu hören seien. Mittlerweile zeigt sich auch Russland für offen, die von Otunbajewa geforderten Friedenstruppen nach Kirgistan zu senden – nach anfänglicher Ablehnung. Russlands Präsident Dmitri Medwedew sagte bei einem Gespräch mit Sicherheitsberatern, die Lage sei nicht zu tolerieren, Menschen seien gestorben, das Blutvergiessen gehe ebenso weiter wie die massiven ethnischen Zusammenstösse. Das sei sehr gefährlich für Zentralasien, so Medwedew. Die Regierung Otunbajewa versucht jetzt unter anderem, die Lage durch den Einsatz von Reservisten zu stabilisieren. Die Soldaten flogen vom amerikanischen Stützpunkt Manas aus in den Süden, nach Osch und Dschalal-Abad.