Eilmeldung

Eilmeldung

Kirgistans Regierung wähnt Ex-Präsidenter hinter Unruhen

Sie lesen gerade:

Kirgistans Regierung wähnt Ex-Präsidenter hinter Unruhen

Schriftgrösse Aa Aa

Ethnische Spannungen zwischen Kirgisen und Usbeken sind in Südkirgistan nicht neu. Doch diesmal sieht die Interimsregierung Ex-Präsident Bakijew dahinter: Er heize den ethnischen Konflikt aus der Ferne an. 
 
“Von nun an erwarten wir auch Provokationen durch Bakijews Anhänger in der Umgebung der Hauptstadt Bischkek”, erklärte der Vizeinnenminister. “Aber diesmal sind wir vorbereitet.”
 
Kurmanbek Bakijew, der nach seinem Sturz im April nach Weißrussland flüchtete, wies die Vorwürfe zurück und gab sich weiter staatstragend: “Die Sicherheitsprobleme sind schwerwiegend. Friedenstruppen aus Russland und den anderen asiatischen Partnerstaaten der Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit müssen ins Land entsendet werden.”
 
Die Regierung hält auch Bakijews Sohn Maxime für einen der Drahtzieher. Er wurde mit internationalem Haftbefehl gesucht und bei der Einreise nach Großbritannien festgenommen. Bakijew Junior wird Korruption vorgeworfen. Er sitzt nun in Großbritannien in Haft. Die Wut vieler Kirgisen, die sich im April gewaltsam Bahn brach, richtete sich auch gegen die korrupten Machthaber und die Art, wie sich Familie Bakijew bereicherte.