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Proteste in Paris gegen Rentenreform

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Proteste in Paris gegen Rentenreform

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Die Franzosen kämpfen erbittert um den Erhalt der Rente mit 60. Rund 20.000 Menschen sind am Dienstag in Paris auf die Straße gegangen, um gegen die Reformpläne der Regierung zu protestieren. Derzeit können die Franzosen mit 60 Jahren in Rente gehen, wenn sie mindestens 40,5 Jahre gearbeitet haben. Tatsächlich aber gehen in Frankreich Männer mit durchschnittlich 58,7 Jahren in Rente, das ist der niedrigste Wert in der EU und der OECD.

Die EU-Kommission übt daher bereits seit längerem Druck auf die französische Regierung aus, das Renteneintrittsalter anzuheben. Und auch budgetpolitisch gesehen ist eine Reform überfällig: Die Haushaltslage ist dramatisch. Für 2010 wird in der französischen Rentenkasse ein Minus von 32 Milliarden Euro erwartet. Experten vermuten bereits, dass Frankreichs Bonität demnächst herabgestuft werden könnte. Details der Rentenreform will die Regierung in Paris an diesem Mittwoch bekannt geben.