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Untersuchungsbericht über "Blutsonntag" von Derry

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Untersuchungsbericht über "Blutsonntag" von Derry

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In Großbritannien ist am Dienstagnachmittag der Untersuchungsbericht über den “Blutsonntag” von 1972 vorgelegt worden. Anwälte der Opfer erhielten bereits am Vormittag Einsicht in den 5000 Seiten umfassenden Bericht. Zwölf Jahre lang suchte die Untersuchungskommission unter Lord Saville die Umstände des Tod von 14 Demonstranten zu klären. 2500 Zeugen wurden befragt. 230 Millionen Euro kostete das Unternehmen. Es war die teuerste und längste Untersuchung in der britischen Rechtsgeschichte.

Am 30. Januar 1972, dem sogenannten “Blutsonntag” erschossen britische Soldaten im nordirischen Londonderry 14 Demonstranten, darunter sieben Teenager. Der frühere Premierminister Tony Blair hatte die Ermittlungen zu einem Zeitpunkt angeordnet, da er um die Unterstützung des irisch-republikanischen Lagers für den beginnenden Friedensprozeß warb. Kritker befürchten, dass der Untersuchungsprozeß alte Wunden aufreißt und Friedensbericht beschädigen könnte.