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Weiter Gewalt in Kirgistan

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Weiter Gewalt in Kirgistan

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Tausende Menschen müssen ärztlich versorgt werden. Offiziellen Angaben zufolge sollen rund 140 Menschen getötet worden sein. Die usbekische Minderheit geht vom mehr als 700 Todesopfern aus. So lautet die vorläufige Bilanz der ethnischen Ausschreitungen in Kirgistan.
Augenzeugen berichten von Plünderungen und Brandschatzungen. Das kirgisische Militär bekommt die Lage nicht in den Griff. Durch gezielte Morde sollen die Spannungen unter Kirgisen und Usbeken angeheizt worden sein. Beide Bevölkerungesgruppen leben seit langen in schwierigen Verhältnissen nebeneinander in Kirgistan.

Es sind die schwersten Unruhen in der zentralasiatischen Republik seit 20 Jahren. Immer wieder seien Schüsse in den Orten Osch und Dschalal-Abad zu hören, hiess es. Usbekistan hat die Grenzen geschlossen. Sie wollen keine Flüchtlinge mehr aufnehmen.. Mehr als 100.000 Usbeken sollen vor den Kämpfen geflohen sein. Vor allem Frauen und Kinder sind die Leidtragenden des Konflikts. Die Übergangsregierung hofft auf die Hilfe Russlands, dass dem blutigen Treiben ein Ende bereiten soll.

Erste Flüchtlinge sind nach Pakistan und China ausgeflogen worden.

Der UN-Weltsicherheitsrat hat die Gewalt in Kirgistan verurteilt.