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BP stellt 20 Millliarden Dollar zur Verfügung

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BP stellt 20 Millliarden Dollar zur Verfügung

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US-Präsident Barack Obama hat im Weißen Haus die Führung des Ölkonzerns BP empfangen. Medienberichten zufolge will BP einen Hilfsfonds in Höhe von 20 Milliarden Dollar einrichten, um gegen die Folgen der Ölpest im Golf von Mexiko vorzugehen. Das Geld soll in einen unabhängig verwalteten Topf eingezahlt werden. Der Ölmulti soll mehrere Jahre Zeit bekommen, das Geld aufzubringen. “Diese 20 Milliarden Dollar werden in erster Linie dazu dienen, die Ansprüche, die die Menschen und Unternehmen stellen, zu bedienen”, so Obama. “Es ist wichtig zu sagen, dass das kein Deckel ist. Die Leute im Golf haben meine Versicherung, dass BP seine Verpflichtungen einhält. Dieser Fonds bedeutet nicht, dass nicht etwa Einzelne noch vor Gericht klagen könnten. Obama bemängelt, dass BP mit den Zahlungen nicht nachkomme. Er forderte den britischen Energieriesen auf, rechtmäßige Ansprüche angemessen zu begleichen. BP-Aufsichtsratsvorsitzender Carl-Henric Svanberg entschuldigte sich – so wörtlich – “im Namen aller
Beschäftigten von BP beim amerikanischen Volk”.
In den kommenden Tagen und Wochen will BP 90 Prozent des auslaufenden Rohöls an seiner beschädigten Bohrquelle auffangen. Außerdem will der Konzern in diesem Jahr keine Dividenden mehr an seine Teilhaber mehr auszahlen.
Der Ölfluss ist weit dramatischer als bisher angenommen. Nach jüngsten Schätzungen strömen derzeit bis zu 8200 Tonnen Öl pro Tag ins Meer.