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Gespannte Ruhe in Kirgistan

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Gespannte Ruhe in Kirgistan

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Die Lage in Kirgistan bleibt angespannt. Die Lage der Flüchtlinge wird immer schlimmer.

Offiziell sitzen mindestens 60.000 Menschen im Grenzgebiet zwischen Kirgistan und Usbekistan fest.
Vor allem Frauen und Kinder.

Alle großen Übergänge nach Usbekistan bleiben weiter geschlossen, da das Land keine Kapazitäten zur Unterbringung mehr habe, sagte ein Mitarbeiter der kirgisischen Grenzbehörden.

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR schätzt die Zahl der Flüchtlinge auf 275.000. Menschen helfen sich an der Grenze.Moscheen werden zu Krankenhäusern.

Die Angehörigen der usbekischen Minderheit fürchten weitere ethnische Konflikte im südkirgisischen Städten Osch und Dchalal-Abdad.
Dort ist nach dem Kämpfen vom Wochenende noch von einzelnen Scharmützeln die Rede.

Nach offiziellen Angaben stieg die Zahl der Toten auf mindestens 176. Die kirgisische Interimsregierung geht aber von deutlich mehr Opfern aus, weil die Usbeken ihre Leichen aus Angst nicht in kirgisische Einrichtungen bringen. Viele Leichen sollen ohne Identifizierung in Massengräbern verscharrt worden sein.

Belege für diese Berichte gibt es nicht.

Das kirgisische Militär hat seine Präsenz im Krisengebiet verstärkt und hofft die Lage auch ohne ausländische Truppen unter Kontrolle zu bekommen.