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Humanitäres Chaos in Kirgistan

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Humanitäres Chaos in Kirgistan

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Kirgistan steht am Rande einer humanitären Katastrophe. Zu Verhandlungen über das Schicksal der bis zu 275.000 Flüchtlinge wird in den nächsten Tagen der US-Diplomat Robert Blake nach Bischkek reisen. Vor allem Frauen und Kinder sind vor den blutigen ethnischen Auseinandersetzungen geflohen. Usbekistan hat seine Grenze geschlossen, weil es keine Flüchtlinge mehr aufnehmen kann.
Die internationale Hilfe rollt erst langsam an. Menschen helfen so gut es eben geht. Moscheen werden zu Krankenhäusern umfunktioniert.

Wegen der zunehmend gespannten Lag auch im Norden des Landes, hat Russland Frauen und Kinder seiner dort stationierten Soldaten ausgeflogen. Beobachter befürchten, dass die Unruhen im Süden auf die nördlich gelegene Hauptstadt Bischkek übergreifen.
Familen bringen ihre Kinder bei Freunden außerhalb der Stadt unter.

“ Wir stehen hier kurz vor einer humanitären Katastrophe. Es besteht die große Gefahr, dass Dritte und ausländische Soldaten in den Konflikt hineingezogen werden.”

Die Preise für Obst und Gemüse aus dem Süden haben sich auf den Märkten verzehnfacht. Die Behörden melden, sie hätten 100 mutmaßliche Anstifter festgenommen.

“ Ich bin mit meinem Neugeborenen geflohen noch während überall geschossen wurde.Jeder versuchte an die Grenze zu kommen. Viele Kinder starben. Viele Frauen, viele schwangere Frauen kamen um.”

Russland und USA überlegen, ob gemeinsam in dem zentralasiatischen Land für Ordnung sorgen sollten.