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Kirgistan: Angst im Norden

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Kirgistan: Angst im Norden

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Der blutige Konflikt in Kirgistan spitzt sich weiter zu. Nach tagelagen Kämpfen mit mindestens 200 Toten herrscht in Osch und Dschalal-Abad trügerische Ruhe. Die kirgisische Armee hat die Oberhand gewonnen, doch immer wieder flammen Kämpfe auf, kommt es zu Scharmützeln. Vertreter der Vereinten Nationen vermuten, dass organisierte Banden die Kämpfe angezettelt haben. Laut Rotem Kreuz sollen dabei mehrere hundert Menschen getötet worden sein. Die Häuser wurden geplündert und in Brand gesteckt.

Rettungskräfte, Polizei und das kirgisische Militär sperrten wichtige Gebäude und Wohnviertel ab. In der kirgisischen Hauptstadt Bischkek im Norden, kam die Übergangsregierung mit einem Vertreter der Europäischen Union zusammen. Fünf Millionen Euro Soforthilfe hat Brüssel für die Opfer der Gewalt erstmal bereitgestellt. Das Geld soll vor allem für medizinische Versorgung, Unterkünfte, Wasser und Nahrung der Flüchtlinge ausgegeben werden. Die Lage im Süden bleibt explosiv.