Eilmeldung

Eilmeldung

Rede an die Nation: Obama planlos?

Sie lesen gerade:

Rede an die Nation: Obama planlos?

Schriftgrösse Aa Aa

Reden eines US-Präsidenten aus dem Oval Office – die sollen in Krisenzeiten das amerikanische Volk beruhigen, ihm Trost spenden und Mut machen. Mit seiner Rede an die Nation hat Barack Obama dies aber nur bedingt erreicht, glaubt man den ersten Reaktionen. 
 
Ziellos, planlos, schwunglos – zu sanft, hieß es in den Kommentaren von US-Medien.
 
Bei den Fischern in Buras in Louisiana, einer Gegend, die besonders von der Ölpest getroffen wurde, stieß die Rede auf geteiltes Echo: 
 
“Ich fand alles gut, was er gesagt hat – und dass er es gesagt hat!” meint ein Fischer. “Er setzt sich für uns ein. Er ist hierher gekommen, nach Grand Isle, nach Alabama, er ist hier gewesen!”
 
“Das war doch Bullshit… ich fand das alles blöd, was er gesagt hat. Denn er sagt überhaupt nicht, was er jetzt tun will. Ich hab genug. Und ich sag nichts mehr”, murrt ein anderer.
 
Das Fazit vieler Bewohner hier, die zumeist von  Austern- und Fischfang leben: Allzu viel kann auch der Präsident gegen die Unmengen Öl nicht ausrichten. Und ob er nun wirklich das Heft in die Hand nimmt, was die Rede demonstrieren sollte - daran haben doch etlich auch nach der Ansprache ihre Zweifel. Sätze wie “…wir kämpfen für jenes Amerika, das wir für unsere Kinder wollen. Auch wenn wir noch nicht genau wissen, wie es aussieht” überzeugten nicht jeden.