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25 Tote nach Überschwemmungen in Frankreich

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25 Tote nach Überschwemmungen in Frankreich

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Nach dem Jahrhundertregen stehen weiter große Flächen Südostfrankreichs unter Wasser. Die Zahl der Todesopfer ist auf 25 gestiegen, und die Behörden schließen nicht aus, dass noch weitere nach Abfließen des Wassers entdeckt werden.

Die Bewohner versuchen, einen Schein von Normalität wiederherzustellen, nachdem das Wetter sich etwas beruhigt hat.

“Seit gestern bin ich nur noch am Weinen. 15 Jahre habe ich diesen Laden, ich arbeite auf eigene Rechnung. Ich habe 8000 Euro Kredit jeden Monat zu zahlen. Das Geschäft ist noch nicht mal abbezahlt. Was mach ich nur?” steht eine Kleinunternehmerin fassungslos vor den Trümmern in ihrem Geschäft.

“Ich habe nichts mehr. Mein Nachbar auch nicht. Wir haben nur noch unser Werkzeug. Wir wissen nicht, wie unser Leben morgen aussieht – wir haben unsere Arme zum Anpacken…”, klagt ein anderer Anwohner. Mehr als 2.000 Menschen mussten seit Dienstag ihre Häuser verlassen.

Am stärksten getroffen hat es das Departement Var am Mittelmeer. Binnen 24 Stunden war am Dienstag und Mittwoch gebietsweise soviel Regen gefallen wie sonst in einem halben Jahr. Innenminister Hortefeux sagte bei seinem Krisenbesuch eine Million Euro Nothilfe zu. Für die nächste Woche hat sich Präsident Sarkozy angesagt. Derweil wurde Kritik an der Bebauung gefährdeter Lagen laut.