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BP macht Zugeständnisse

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BP macht Zugeständnisse

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Tony Hayward, BPs “Gesicht” bei der Ölkatastrophe, tritt am diesem Donnerstag den Büßergang vor den Kongress an. Bei der Anhörung erwartet ihn ein Trommelfeuer der Kritik. Es tue ihm zutiefst leid, ließ der BP-Chef vorab wissen.

Tags zuvor hatten Hayward und Aufsichtsratschef Svanberg bei Präsident Obama im Weißen Haus eingewilligt, zwanzig Milliarden Dollar in einen Treuhandfonds für Schadensersatz einzuzahlen. BP werde zudem in diesem Jahr keine Dividende an die Aktionäre auszahlen. Svanberg entschuldigte sich und erklärte, man kümmere sich um die kleinen Leute.

Diese kleinen Leute in Louisiana ließ das ungerührt: “Das ist doch Müll. Es ist unmenschlich, unmenschlich uns Bürgern gegenüber.”

BP sagte außerdem 100 Millionen Dollar für Öl-Arbeiter zu, die durch die Katastrophe und das anschließende Bohrmoratorium arbeitlos wurden.

Am Mittwoch richtete der britische Konzern ein zweites Auffangsystem über dem Leck ein. Außerdem begann er, Sand vom Meeresboden für die Schaffung künstlicher Barriere-Sandbäcke vor Louisiana aufzuschichten. Diese sollen das Öl vor der Küste abhalten.

Andere Öl-Konzerne hatten sich bei den Anhörungen im Kongress diese Woche von den Methoden BPs distanziert. Hayward will hingegen bei seiner Anhörung die “komplexe” Lage und Problematik der ganzen Branche geltend machen.