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Erste Hilfslieferungen in Usbekistan eingetroffen

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Erste Hilfslieferungen in Usbekistan eingetroffen

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In Usbekistan treffen die ersten Hilfsgüter für die Flüchtlinge aus Kirgistan ein. Nach Angaben des Roten Kreuzes ist dort eine “Humanitäre Katastrophe” zu befürchten, mehr als 400.000 Menschen seien vor den ethnischen Unruhen im Nachbarland auf der Flucht, heisst es bei den Vereinten Nationen. Die EU stellt fünf Millionen Euro Soforthilfe bereit und auch die USA wollen ebenfalls rund fünf Millionen Euro zur Verfügung stellen. Die Flüchtlinge brauchen dringend medizinische Versorgung, Unterkünfte, Wasser und Nahrung.

Usbekistan hat inzwischen seine Grenze geschlossen, das Flüchtlingsdrama spitzt sich weiter zu. Nach tagelangen Kämpfen mit mindestens 200 Toten scheint sich die Lage im Süden Kirgistans leicht zu beruhigen. In der größten Stadt der Region Osch kam es noch zu vereinzelten Schusswechseln, doch nach Angaben der Übergangsregierung hat sich auch dort die Situation stabilisiert. Während weiter zehntausende Menschen flüchten, errichten die Usbeken in der Region Dschalal-Abad Straßensperren und Barrikaden. Sie fürchten, dass die Kämpfe erneut ausbrechen könnten. Die Interimsregierung in Bischkek betonte, trotz der Gewaltexzesse an der für Ende Juni geplanten Volksabstimmung über eine neue Verfassung festhalten zu wollen.