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Viele Tote bei Jahrhundertflut in Südfrankreich

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Viele Tote bei Jahrhundertflut in Südfrankreich

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Es ist die schlimmste Flut seit 180 Jahren in Südfrankreich. Besonders betroffen: das Departement Var. Mindestens 20 Menschen kamen bislang in den Wassermassen ums Leben. Die meisten seien in ihren Autos ertrunken, heißt es. In vielen Orten wurden Straßen überflutet oder brachen ganz weg, etwa in der Stadt Les Arcs.
 
Binnen weniger Stunden war so viel Regen gefallen, wie sonst in einem halben Jahr. Eine Einwohnerin von Les Arcs erzählte, man habe den Eindruck, am Rande eines Ozeans zu leben, es sei, als höre man die Wellen anrollen - eine richtige Sturzflut. Das Wasser sei bis zu vier Metern angestiegen, bis zu den Dächern der Häuser. Autos seien übereinandergeschoben oder in die Schaufenster von Geschäften gespült worden.
 
Besonders getroffen hat es die Gegend um die Stadt Draguignan. Viele Straßen und Zugverbindungen sind noch gesperrt. Erst im Laufe des Tages soll sich die Verkehrslage normalisieren. Die Behörden forderten die Bewohner zeitweise auf, ihre Häuser und Wohnungen nicht zu verlassen.