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BP-Chef Hayward versetzt

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BP-Chef Hayward versetzt

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Der britische Energiekonzern BP nimmt seinen Vorstandschef Tony Hayward aus der Schusslinie. Er werde die Geschäfte an an Bob Dudley übergeben, sagte BP-Aufsichtsratschef Carl-Henrik Svanberg. Hayward war am Mittwoch vom Energie-Ausschuss des US-Kongresses ins Kreuzverhör genommen worden. Er solle sich nun im Hintergrund stärker mit der Eindämmung der Ölpest im Golf von Mexiko befassen und die Folgeschäden minimieren.

Svanberg wolle sich nun selbst stärker um das Problem kümmern, nachdem es politische, finanzielle und rufschädigende Ausmaße angenommen habe. Für eine Stellungnahme über den weiteren Verbleib Haywards im Konzern zunächst nicht zu erreichen. Die US-Regierung teilte mit, inzwischen könnten rund 3400 Tonnen Öl pro Tag direkt aus der unablässig sprudelnden Quelle aufgefangen werden.

Das seien rund 1000 Tonnen mehr als zuletzt. BP habe unter anderem ein weiteres Tankschiff an der Meeresoberfläche platziert, um mehr Öl gleichzeitig sammeln zu können. Nach offiziellen Schätzungen fließen aber trotzdem weiterhin bis zu 5000 Tonnen täglich an dem Auffangtrichter vorbei.