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EU will Finanzkrisen besser bekämpfen

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EU will Finanzkrisen besser bekämpfen

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Im Kampf gegen Finanz- und Schuldenkrise will die EU enger zusammenarbeiten. Viele Einzelheiten sind nach einem Gipfeltreffen in Brüssel aber noch offen.

Die Staats- und Regierungschefs wollen unter anderem, dass die Mitgliedsstaaten ab nächstem Jahr ihre Haushaltsentwürfe bei der EU vorlegen. Außerdem sollen Länder stärker bestraft werden, die
gegen die Stabilitätsregeln verstoßen.

Im Bankenwesen plant die EU eine Bankenabgabe und eine Steuer auf Finanzgeschäfte. Skeptiker verweisen aber auf das Treffen der G-20-Staaten Ende des Monats. So sei Gastgeber Kanada gegen eine Bankenabgabe, weil es mit seinen Banken keine Probleme gehabt habe, sagt der Politikforscher Karel Lannoo; ebenso Australien und andere.

Zumindest bei der Bankenabgabe will die EU aber auch alleine handeln. Überraschend kam auf dem Gipfeltreffen zum einen die Einigung auf die Finanztransaktionssteuer; zum anderen der Beschluss, die Belastungstests für die großen Banken künftig zu veröffentlichen. Diese Simulationen sollen zeigen, wie gut eine Bank eine schwere Krise übersteht.