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Geschäfte mit der Fußball-WM

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Geschäfte mit der Fußball-WM

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Auf einem Markt in der Nähe von Johannesburg. Die Händler haben bislang gute Geschäfte mit der WM gemacht. Und sie sind zufrieden mit der verbesserten Infrastruktur, die die WM dem Land gebracht hat: “Die WM bedeutet für mich etwas, was die Südafrikaner einander näher bringt, die Konflikte vergessen lässt. Ich wünschte meine afrikanischen Brüder könnten sich darauf konzentrieren und nicht auf die Konflikte”, meint ein Händler.

Natürlich drückt das Abschneiden der südafrikanischen Nationalmannschaft auch hier auf die Stimmung: “Wenn Bafana-Bafana gewönne, änderte sich einiges, aber weil sie nicht besser abschneiden, ist die Stimmung gesunken”, sinniert ein anderer.

Nicht nur für die kleinen Marketender auf den Straßenmärkten Südafrikas ist das Ausscheiden der Nationalmannschaft ein Problem. Die internationale Werbeagentur Ogilvy & Mather hat bei der WM-Promotion mitgearbeitet. Jonathan Beggs ist Craetive Director bei der südafrikanischen Tochter.

“Ich glaube nicht, dass die FIFA der südafrikanische Traum interessiert. Die interessiert mehr der Eintrittskartenverkauf. Nachdem die Karten verkauft sind, geht es darum, dass alles klappt wie am Schnürchen. Es sind die lokalen Markenartikler, die hinter der südafrikanischen Nationalmannschaft stehen”, findet Beggs.

Wie ernst die FIFA die WM-Vermarktung nimmt bekamen zwei holländische Schlachtenbummlerinnen zu spüren. Sie wurden verhaftet, weil sie mit dem Aufnäher einer “falschen” Bierfirma auf ihren orangen Leibchen im Stadion gesehen wurden. Sie hatten “Bavaria-Aufkleber” auf ihren Trikots, doch die niederländische “Bavaria”-Brauerei ist kein Fifa-Sponsor, offizieller FIFA-Brauer ist Budweiser.