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Große Teile der Stadt Osch zerstört

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Große Teile der Stadt Osch zerstört

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Nach tagelangen Kämpfen mit mindestens 200 Toten wird in der Stadt Osch im Süden Kirgistans nun das Ausmaß der Zerstörung deutlich. Zahlreiche Häuser vornehmlich von Usbeken wurden niedergebrannt, die Lage beruhigt sich zwar, doch es kommt weiterhin vereinzelt zu Schusswechseln. Die Usbeken in der Region Dschalal-Abad errichten Straßensperren, sie fürchten, die Kämpfe könnten jederzeit wieder ausbrechen. Zehntausende sind auf der Flucht, nach Angaben der Vereinten Nationen sind es 400.000 Menschen. Ein Viertel konnte nach Usbekistan fliehen, der Rest harrt in Lagern an der Grenze auf der kirgisischen Seite aus. Die Flüchtlinge benötigen dringend medizinische Versorgung, Unterkünfte, Wasser und Nahrung. Usbekistan hat inzwischen seine Grenze geschlossen, das Flüchtlingsdrama spitzt sich weiter zu. Inzwischen läuft schleppend die internationale Hilfe an, in der Region treffen die ersten Hilfsgüter ein. Nach Angaben des Roten Kreuzes ist eine “Humanitäre Katastrophe” zu befürchten. Die EU stellt fünf Millionen Euro Soforthilfe bereit, und auch die USA wollen rund fünf Millionen Euro beisteuern. Russland will zunächst 120 Tonnen Hilfsgüter nach Usbekistan liefern.