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Kirgistan: Otunbajewa reist ins zerstörte Osch

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Kirgistan: Otunbajewa reist ins zerstörte Osch

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Nach tagelangen Kämpfen hat sich die Lage in Kirgistan, trotz vereinzelter Schußwechsel, weitgehend beruhigt. Schätzungen der Übergangsregierung zufolge sind etwa 2000 Menschen getöten worden.

Übergangspräsidentin Rosa Otunbajewa ist in die schwer zerstörte Stadt Osch, im Süden des Landes gereist, um den Bewohnern Mut zu machen:
“Wir dürfen die Hoffnung nicht aufgeben und alles für den Wiederaufbau der Stadt und die Rückkehr der Flüchtlinge tun.”

Das Flüchtlingsdrama spitzt sich zu, die Vereinten Nationen sprechen von 400.000 Vertriebenen. Ein Viertel fand in Usbekistan Zuflucht, der Rest harrt in Lagern auf der kirgisischen Seite der Grenze aus. Für Makhabo Ramzhanova ist eine Rückkehr nach Osch ausgeschlossen: “Ich will hier bleiben und auf keinen Fall zurück. Meine Kinder sollen nicht dort aufwachsen.”

Die Angehörigen der usbekischen Minderheit, rund 800.000 Menschen, lebten vor dem Ausbruch der blutigen Unruhen vor allem im Süden Kirgistans.

In Jalalabad versammelten sich mehr als hundert Angehörige der kirgisischen und usbekischen Gemeinschaft, um zusammen für den Frieden zu beten. Geistliche beider Seiten wollten mit einer brüderlichen Umarmung ein Zeichen der Versöhnung setzen.