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Ölpest: BP-Chef bleibt Antworten schuldig

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Ölpest: BP-Chef bleibt Antworten schuldig

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BP-Chef Tony Hayward hat bei seinem sechs-stündigen Kreuzverhör über die Explosion der Bohrinsel “Deepwater Horizon” nicht überzeugt.

Der Vorsitzende des Energieausschusses Henry Waxman warf Hayward vor, BP habe sich wiederholt für billigere und riskante Technologien entschieden, um hier eine Million und dort eine Million zu sparen. Jetzt zahle die ganze Golfregion den Preis dafür.

Demokrat Eliot Engel sparte ebenfalls nicht an Kritik: “Vielleicht haben Ihnen Ihre Anwälte geraten vorsichtig zu sein, aber es ist eine Beleidigung, dass Sie vor diesem Ausschuss stehen und sich nur wiederholen. Sie weichen den Fragen aus und betonen ständig, dass Sie nicht verantwortlich sind und die Untersuchung abgewartet werden muss.”

Dodie Vegas, die Besitzerin eines Jachthafens in Louisiana hat sich das Kreuzverhör angesehen und war sehr unzufrieden mit den Erkärungen des BP-Chefs: “Er antwortet auf keine der Fragen. Er weicht jedes Mal aus. Bis jetzt haben wir nicht eine klare Antwort von ihm erhalten.”

BP wird die Ölpest durch die Säuberungsaktionen, die Entschädigungen und die Strafen teuer zu stehen kommen. Experten gehen davon aus, dass das Unternehmen die Hälte seines Werts einbüßen wird.