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Utah rechtfertigt Erschießungskommando

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Utah rechtfertigt Erschießungskommando

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Im US-Bundesstaat Utah haben die Justizbehörden die Hinrichtung per Erschießungskommando verteidigt, aber auch bedauert. Die Methode ist in fast allen US-Staaten verboten. Das gilt aber nicht für ältere Urteile. Angewandt wurde sie seit Wiedereinführung der Todesstrafe 1976 erst drei mal, immer in Utah. Der verurteilte Mörder hatte das Erschießungskomando selbst gewählt.

“Das war eine drückende Verantwortung”, sagte der Leiter der Justizvollzugsabteilung von Utah, Tom Patterson, “ besonders im Lichte dessen, dass wir Menschen dabei helfen sollen, sich zu bessern. Dies war eine unübliche Aufgabe, aber wie haben sie angenommen und professionell erfüllt.”

Der 49-Jährige Ronniee Lee Gardner hatte vor 25 Jahren einen Barkeeper und einen Anwalt erschossen. Dessen Hinterbliebene hatten sich vergeblich für eine Umwandlung der Strafe in lebenslange Haft eingesetzt. Auch Gardners Bitte um Aussetzung der Todesstrafe war am Montag abgelehnt worden. Es gebe kein abschreckenderes Beispiel als ihn, hatte er gesagt.

Stunden vor und während der Hinrichtung hatten sich Gegner der Todesstrafe auf den Stufen des Kapitols in Utahs Hauptstadt Salt Lake City zu einer ökumenischen Mahnwache versammelt.