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Stichwahl ums Präsidentenamt im Kolumbien

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Stichwahl ums Präsidentenamt im Kolumbien

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In Kolumbien wird an diesem Sonntag ein neuer Präsident gewählt. Und glaubt man den Umfragen, wird der bisherige harte Kurs gegen linke Rebellen wohl fortgesetzt. Nach zwei Amtszeiten darf der populäre Konservative Alvaro Uribe nicht noch einmal kandidieren, er hatte sich deshalb für

Juan Manuel Santos eingesetzt, den früheren Verteidigungsminister. Und der hatte im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit nur knapp verfehlt. Santos wird – unter anderem – in Verbindung gebracht mit der Befreiung der französisch-kolumbianischen Politikerin Ingrid Betancourt aus den Händen der marxistischen FARC.

Den Kampf gegen die Rebellen will auch der grüne Gegenkandidat Antanas Mockus führen, er pocht aber auf Einhaltung der Gesetze – und Aufklärung: bei Morden und Hinrichtungen, ausgeführt von der Armee, bei Korruption und der Zusammenarbeit des Geheimdienstes mit Rauschgifthändlern und rechten Paramilitärs.

Mockus schielt auf die Unentschiedenen unter den 30 Millionen Wahlberechtigten. Dennoch gilt eine Überraschung als unwahrscheinlich, zu groß war der Erfolg Uribes, mit Milliarden-Unterstützung aus den USA weite Teile des südamerikanischen Landes sicherer zu machen.