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BP-Chef erzürnt mit Regatta-Besuch

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BP-Chef erzürnt mit Regatta-Besuch

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Mit dem Besuch einer Segelregatta vor der britischen Isle of Wight hat BP-Chef Tony Hayward für hohe Wogen gesorgt. Der Konzern hatte ihn aus der Schusslinie genommen, Hayward, der Journalisten vor ein paar Wochen sagte, er wolle sein Leben zurück. Die Ölpest soll nun ein anderer Topmanager bekämpfen.

Rahm Emanuel, der Stabschef des Weißen Hauses, reagierte bissig auf den Heimflug nach England: Hayward stehe nicht vor einer Zweitkarriere als PR-Berater. Und auch die Anwohner im Golf von Mexiko sind empört.

“Er hat also sein Leben zurück. Ich schätze, er hatte es nie verloren. Ich schätze, wir arbeiten noch immer an unserem”, sagte ein Fischer. Und ein anderer sieht auch die Politik am Zug: “Unsere örtlichen Behördenvertreter und Abgeordneten, die schlafen nicht, die sind die ganze Nacht wach, die packen an. Doch es sieht so aus, dass die Spitze der Regierung und die Spitze von BP sagen: ‘Wir kümmern uns darum später.’ Doch es muss jetzt etwas passieren!”

Der Ölkonzern meldet, eine von zwei Entlastungsbohrungen sei so weit, dass sie in sechs Wochen das Öl aufnehmen könne. So lange strömen täglich Millionen Liter Rohöl ins Meer. Bis zu vier Millionen Liter kann BP pro Tag auffangen, das ist bei weitem nicht alles.