Eilmeldung

Eilmeldung

Gasstreit: Weißrussland lenkt ein und zahlt

Sie lesen gerade:

Gasstreit: Weißrussland lenkt ein und zahlt

Schriftgrösse Aa Aa

Der Gasstreit zwischen Russland und Weißrussland spitzt sich zu. Im Konflikt um offene Energierechnungen hat Gazprom, wie angedroht, damit begonnen das Gas abzudrehen. Der Gasmonopolist folge einer Anweisung des Kremlchefs Dmitri Medwedew. Minsk hat daraufhin angekündigt die fälligen 155 Millionen Euro innerhalb der nächsten zwei Wochen zu zahlen. Regierungschef Wladimir Putin erklärte:

“Weißrussland hat technisch gesehen die Möglichkeit die Erdgasleitung Jamal-Europa, die durch das weißrussische Gebiet läuft, illegal anzuzapfen. Doch falls das geschehen sollte, können wir das Gas auf andere Pipelines umleiten, und etwa das Transport-System der Ukraine nutzen.”

Weißrussland wiederrum bezeichnete die ergriffenen Maßnahmen, als “illegal und unbegründet”. Und führte an, dass Gazprom ihm umgerechnet rund 160 Millionen Euro für die Weiterleitung von russischem Gas schulde.

Der Vorschlag aus Minsk die beiden Summen zu verrechnen, sorgte in Moskau für Empörung.
Kritiker werfen Russland vor, seine Ressourcen als Druckmittel gegen kleinere Nachbarstaaten einzusetzen.