Eilmeldung

Eilmeldung

Großbritannien beklagt 300 Tote in Afghanistan

Sie lesen gerade:

Großbritannien beklagt 300 Tote in Afghanistan

Schriftgrösse Aa Aa

Seit Beginn des Nato-Einsatzes in Afghanistan sind insgesamt 300 britische Soldaten ums Leben gekommen. Zuletzt erlag ein Marinesoldat, der Opfer eines Sprengsatzes wurde, am Sonntag in einem Krankenhaus in Birmingham seinen Verletzungen.

Laut einer Umfrage sind 55 Prozent der Briten gegen den Einsatz. Premier Minister David Cameron hat bereits angekündigt, dass Großbritannien keine weiteren Truppen nach Afghanistan schicken werde. Er gedachte der Getöteten und erklärte:

“Es ist eine unglaublich traurige Nachricht. Eine weitere Familie erlitt einen schmerzhaften Verlust und trauert. Selbstverständlich ist der 300. Tod genauso tragisch wie die 299 davor. Aber ich denke, es ist für das ganze Land ein Moment, um innezuhalten und an die unglaublichen Opfer zu denken, die unsere Soldaten für uns bringen.”

Cameron bekräftigte außerdem, dass ein Abzug der britischen Truppen nicht in Frage komme, da die Afghanen ihr Land noch nicht alleine schützen könnten. Der Vater eines Gefallenen unterstützt den Einsatz: “Jeder Tote ist bedauerlich. Die Familien werden immer leiden, aber die Soldaten erledigen dort ihre Arbeit. Und solange die nicht getan ist, wird es Verluste geben.”

Großbritannien stellt nach den USA das zweitgrößte Kontingent. Die rund 9500 britischen Soldaten sind vor allem in der südafghanischen Provinz Helmand stationiert, größtes Mohnanbaugebiet des Landes und Hochburg der Taliban.