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Großbritannien wird sparen

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Großbritannien wird sparen

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Mit einem umfangreichen Sparpaket will die neue britische Regierung das in Folge der Weltfinanzkrise stark ausgeuferte Haushaltsdefizit in den Griff bekommen. Der neue konservative Schatzkanzler David Osborne wird dazu am Dienstag einen Nachtragshaushalt einbringen.

“Morgen muß Großbritannien in den Spiegel schauen und sagen: Wir müssen die Probleme aus der Vergangenheit bewältigen. Wir zahlen die Rechnung für die Vergangenheit und planen für eine bessere Zukunft. Darum wird es im Haushalt gehen”, betonte Schatzkanzler George Osborne.

Im Koalitionsvertrag hatten sich Konservative und Liberaldemokraten darauf verständigt, den Staatseinfluß zurückzudrängen. Die erwarteten Einschnitte bei den Sozialleistungen dürften zu den tiefsten seit mehr als 30 Jahren zählen.

Labours Schattenkanzler Alistair Darling wirft seinem Nachfolger in Downing Street 11 vor unter dem Vorwand des Sparens ideologische Ziele zu verwirklichen: “Sie haben eine ideologische Aversion gegen vieles, was der öffentliche Sektor tut. Und in den vergangenen Wochen haben sie versucht uns die Schuld für alles zuzuschieben. Sie haben ein Bild gezeichnet, das grundlegend falsch ist, um zu tuen, was sie ohnehin vorhatten”.

Als sicher gilt eine Erhöhung der Kapitalgewinnsteuer, die beim Verkauf von Immobilien oder Aktien anfällt. Sie liegt bislang mit 18 Prozent unter dem Eingangssteuersatz der Einkommenssteuer. Großbritanniens Haushaltsdefizit beträgt rund 11 Prozent des BIP.