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Kennen Sie Erasmus schon?

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Kennen Sie Erasmus schon?

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Erasmus ist wahrscheinlich das bekannteste EU-Austauschprogramm. Seit seinem Start im Jahr 1987 hat es mehr als zwei Millionen Studenten ermöglicht, im Ausland zu studieren. Aber wie funktioniert es?

Das Erasmus-Programm steht allen Studenten offen, die in einem der 33 Teilnehmerländer studieren, also in einem EU-Mitgliedstaat oder in Island, Liechtenstein, Norwegen, der Türkei, Kroatien und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien. Seit 2007 bietet Erasmus zwei verschiedene Möglichkeiten an: ein Studien- und ein Praktikumsprogramm.

Wer einen Teil seines Studiums im Ausland absolvieren möchte, muss mindestens im zweiten Jahr an einem Institut studieren, das am Erasmus-Programm teilnimmt – was für rund 90 Prozent der Universitäten in Europa zutrifft. Möglich sind auch Praktikumsaufenthalte. Solche Praktika können bereits im ersten Studienjahr absolviert werden. Die Auslandsaufenthalte, ob für ein Studium oder ein Praktikum, können zwischen drei und 12 Monate lang sein, insgesamt sollten sie 24 Monate nicht überschreiten.

Interessierte müssen im Büro für Internationale Beziehungen an ihrem Institut eine Bewerbung abgeben und eine Lern- und Trainingsübereinkunft ausfüllen. Darin werden das gewünschte Programm, die Heim- und die Gastuniversität vermerkt. Es vereinfacht auch die Anerkennung von Kursen oder Lehrgängen, die während des Auslandsaufenthalts erfolgreich absolviert wurden. Erasmus-Studenten haben zudem das Recht auf finanzielle Unterstützung für Teile ihrer Lebens- und Reisekosten. Tutorien an der Gastuniversität werden ebenfalls bezahlt.

Aber Erasmus ist nicht nur für Studenten da: Das Austauschprogramm ermöglicht es Universitätslehrenden und Angestellten aus der Privatwirtschaft, im Ausland Seminare zu geben. Umgekehrt kann jeder Ausbildende Kurse im Ausland besuchen.