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Prügelstrafe für Schweizer wegen Graffitis

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Prügelstrafe für Schweizer wegen Graffitis

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Einem Schweizer Staatsbürger in Singapur droht wegen Graffiti-Schmierereiendie Prügelstrafe. Die Anklage gegen den 32-jährigen Computerfachmann wurde am Montag zur Hauptverhandlung vor dem Distrikt Gericht zugelassen.

Menschrechtsaktivisten sind empört: “Dies ist ein moralisches Problem. Man darf nicht foltern und für die Vereinten Nationen ist die Prügelstrafe Folter”, klagt Philip Robertson von der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch.

Singapur ist auf seine Sauberkeit besonders stolz und für seine harten Starfen bekannt. “Wir bauchen die Prügelstrafe. Was die UNO sagt ist egal. Wir machen, was wir zum Schutz unserer Gesellschaft für notwendig halten”, findet der Singapurer Strafverteidiger Subhas Anandan.

Dem Schweizer wird vorgeworfen, mit einem Komplizen in ein U-Bahn-Depot eingedrungen zu sein und einen U-Bahn-Wagen beschmiert zu haben. Ihm drohen mindetens drei Stockschläge, 1000 Euro Geldstrafe und bis zu drei Jahren Gefängnis. Sein Komplize, ein Brite, soll sich nach HongKong abgesetzt haben.

In der Graffiti-Sprüher-Szene wird diskutiert, ob es sich bei den beiden um die berüchtigten Sprüher “McKoy Banos” handelt. Diese Signatur
stand auf dem U-Bahnwagen. “McKoy Banos” haben schon Züge in aller Welt besprüht. Ihre Identität ist nie gelüftet worden.