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Russland dreht Weißrussland das Gas ab

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Russland dreht Weißrussland das Gas ab

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Der Gasstreit zwischen Russland und Weißrussland spitzt sich zu. Im Konflikt um offene Energierechnungen hat Gazprom, wie angedroht damit begonnen das Gas abzudrehen. Der Gasmonopolist folge einer Anweisung des Kremlchefs Dmitri Medwedew, meldet die Agentur Interfax. Russland will damit den Druck auf Minsk erhöhen, die fälligen 155 Millionen Euro für Gaslieferungen zu begleichen.

Gazprom-Chef Alexei Miller kündigte an, dass der Konzern die Versorgung auf bis zu 15 Prozent drosseln werde, wenn Weißrussland seine Schulden nicht innerhalb der kommende fünf Tage bezahle. Weißrussland indes, führt an, dass Russland ihm umgerechnet rund 160 Millionen Euro schulde für die Weiterleitung und droht Pipelines anzuzapfen.

Ein Engpass für den Westen wird aber noch nicht befürchtet. Gazprom versicherte, dass man die Verträge mit den westlichen Kunden erfüllen werde, notfalls über Alternativrouten.

Als Auslöser für den neuen Streit gilt auch das angespannte Verhältnis zwischen Medwedew und dem weißrussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko. Anfang des Jahres hatten die beiden Länder einen neuen Liefervertrag für Gas vereinbart.

Weißrussland bezeichnete die von Russland ergriffenen Maßnahmen, als “illegal und unbegründet”. Der Vorschlag aus Minsk die Schulden zu verrechnen, sorgte in Moskau für Empörung.