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Trichet fordert Eurozone zur Disziplin auf

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Trichet fordert Eurozone zur Disziplin auf

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EZB-Chef Jean-Claude Trichet hat von den europäischen Regierungen die strikte Einhaltung der monetären Ziele gefordern. Nur so könne das verlorene Vertrauen zurückgewonnen werden, sagte Trichet vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments. Gleichzeitig forderte er verstärkte Wachsamkeit, um Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen:

“Wenn ein Land die Regeln nicht einhält, müssen viel früher viel breitere Maßnahmen ergriffen werden. Und das nicht nur bei ausufernden Staatsschulden, sondern auch dann, wenn die Staaten keine Fortschritte hinsichtlich der mittelfristigen Budgetziele machen.”

Der Euro bleibe stabil, versicherte Trichet, wenn auch die Inflation in der zweiten Jahreshälfte etwas anziehen könnte. Dennoch setze sich die wirtschaftliche Erholung fort.

Bei einer Konferenz in Athen zeigte sich auch Giorgos Provopoulos, Mitglied des EZB-Rats, optimistisch. “Das Wachstumspotential der griechischen Wirtschaft ist enorm”, sagte er. “Die gegenwärtige Krise ist ein Katalysator, durch den die Wirtschaft sich neu strukturiert, sodass Griechenland ein erfolgreiches Mitglied der Eurozone wird.”

Provopoulos geht sogar davon aus, dass Athen sein Defizit 2010 unter die geforderten 8,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts drücken kann. 2009 lag es bei 13,6 Prozent.