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Angst vor Armut nimmt zu

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Angst vor Armut nimmt zu

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Das Bild ist vertraut: Menschen, die um ein Almosen bitten oder die Mülltonnen nach Brauchbarem durchsuchen. Viele Europäer sind der Ansicht, die Armut in ihrem jeweiligen Land habe zugenommen und Bilder wie diese gehörten inzwischen zum Alltag. Dies geht aus einer Eurobarometer-Umfrage hervor. Mehr als vier Fünftel der befragten Franzosen, Griechen und Bulgaren sind dieser Meinung. Bei den Deutschen sind es 57 Prozent. Auch die Menschen in Rumänien und in Italien sind alarmiert. Es geht – das muss betont werden – um die öffentliche Wahrnehmung der Armut, nicht aber um Werte, die wirkliche Veränderungen der Lebensqualität widerspiegelten.

Zu den Ursachen dieser Wahrnehmung zählen die Wirtschaftskrise und die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. Die Europäer blicken heute pessimistischer als vor einem Jahr in die Zukunft. Andererseits gab fast die gleiche Anzahl von Befragten an, die Ausgaben für die Gesundheit seien schwerer zu schultern als vor zwölf Monaten.