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Gasstreit verschärft sich

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Gasstreit verschärft sich

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Seit heute morgen fliesst 30 Prozent weniger Gas durch die Pipeline von Russland ins Nachbarland Weissrussland, als zwischen beiden Partnern vereinbart. Weissrussland schuldet dem Energiegriesen Gazprom rund 155 Millionen Euro.

Sollte Minsk das Geld nicht schnell bezahlen, will Gazprom die Lieferungen um bis zu 85 Prozent kürzen, erklärte Gazpromchef Alexej Miller in Moskau.

Weissrusslands hatte zuvor erklärt, dass Minsk die geforderte Summe bis zum 5. Juli zahlen will.

Nun hat die weissrussische Regierung die Durchleitung nach Europa für russsiche Gas blockiert. Die Regierung verlangt stattdessen im Umkehrschluss von Gazprom eine Gebühr für die Transitleistung von 260 Millionen Euro.

Ein Energieengpass für Europa würde vorerst nicht befürchtet, hatte zuvor noch eine Sprecherin der EU-Kommision in Brüssel erklärt. Das hat sich jetzt gründlich verändert. Das Gas kommt nun wahrscheinlichnicht mehr in Europa an.