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Kardinal in Korruptionsskandal verwickelt?

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Kardinal in Korruptionsskandal verwickelt?

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Nach den Sexskandalen in der katholischen Kirche nun Bestechung: Gegen den heutigen Erzbischof von Neapel ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Verdachts auf schwere Korruption. Crescenzio Sepe erklärte umgehend, er habe sich nichts vorzuwerfen und mit größter Transparenz gehandelt.

Laut italienischen Medien soll er 2004 als Präfekt der für Auslandsmissionen zuständigen Kongregation für die Evangelisierung der Völker eine Immobilie der Kirche zum Vorzugspreis an einen Minister verkauft und später 2,5 Millionen Euro Subventionen eingestrichen haben.

Die Gläubigen halten zu ihm: “Ich hoffe, dass das nicht wahr ist, und dass er weiter für Neapel arbeitet, wie er das bis jetzt sehr gut getan hat”, meint eine Frau, ein anderer erklärt: “Wir haben Vertrauen in die Richter, aber auch in die Ehrlichkeit des Kardinals.”

Sepe begründet den günstigen Preis, den seine Kongregation für die Immobilie verlangte, mit dem heruntergekommenen Zustand des Gebäudes. Die Affäre ist nur Teil eines breiteren Skandals um Korruption und Bauausschreibungen in Italien, derentwegen ein Minister bereits kürzlich zurücktrat.