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Fiat. Arbeitnehmer geben nach

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Fiat. Arbeitnehmer geben nach

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Monatelang tobte der Streik um das Fiatwerk bei Neapel. Jetzt habe die Arbeitnehmer einen Schlussstrich gezogen. In einem Referendum stimmten 62 Prozent der rund 4.600 Mitarbeiter dem umstrittenen Plänen der Geschäftsleitung zu. Diese sehen vor, das Streikrecht einzuschränken, die Arbeitszeiten zu flexibilisieren und Sonderregelungen im Krankheitsfall zz streichen. Dafür werden 700 Millionen Euro in das veraltete Werk gesteckt und die Prodkution den Kleinwagens Pandas aus Polen wiede rnach Italien geholt.

Ein Arbeiter sagte: “Die meisten haben gar nicht verstanden, was unser Management vorhat. Es ist für sie eine grosses Opfer, den Panda aus Polen wieder hierher zu holen, Denn in Polen sind die Produktionskosten sehr niedrig.”
Eine anderer erklärte vor dem Fiatwerk: “Wir haben zugestimmt, weil wir die Nase voll haben. Einige von uns werden dennoch mindestens zwei Jahre arbeitslos sein. Also bitte bitte, bringt uns Autos hierher.”

Das Fiat-Werk in Pomigliano hat die geringest Produktivität aller italienischen Werke und eine streitbare Arbeiterschaft.
Fiat-Chef Sergio Marchionne hatte eine einstimmige Unterstützung der Arbeitnehmerschaft verlangt.
Ob der Arbeitskonflikt beigelegt ist, ist noch offen.