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Frankreichs Fußball-Fiasko

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Frankreichs Fußball-Fiasko

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Frankreichs Fußball steht vor einem Scherbenhaufen. Es ist nicht nur das sportliche Aus, ein ganzes Land schämt sich für seine Vertreter, die sich mit einem Handspiel gegen Irland die Turnierteilnahme erschwindelten und in Südafrika nicht nur kein einziges mal gewonnen, sondern auch ihren Trainer obszön beleidigten, Anelka nach Hause schickten und das Training boykottierten.
 
Die Fans sind wütend: “Wir sind so weit gereist, um Typen zu sehen, die nicht rennen wollen. Skandalös!”, meint einer, ein anderer sagt: “Das ist kein Team, das sind kleine Kinder!“ 
 
Auch die Offiziellen sind sich bewußt, was die Chaos-Truppe mit dem dritten vorzeitigen K.o. bei einem großen Turnier seit 2002 angerichtet hat. Verbandschef Jean-Pierre Escalettes klagte, man habe “die Arbeit von 50 Jahren kaputt gemacht”, doch gehen will er nicht.
 
“Ich stehe weiter loyal zu dem, an was ich glaube. Ich habe nicht das Recht, das Schiff zu diesem Zeitpunkt zu verlassen”, erklärte Escalette nach dem Ausschneiden.
  
Für die Fans ist der WM-Alptraum nun zu Ende, auf Spieler und Funktionäre wartet dagegen nach der Rückkehr in die Heimat ein Spießrutenlauf.