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Keine Ruhe in Kirgistan

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Keine Ruhe in Kirgistan

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Die Wut und Verzweiflung der kirgisischen Flüchtlinge wächst von Tag zu Tag.

Bei den ethnischen Kämpfen zwischen Kirgisen und Usbeken kamen nach internationalen Schätzungen rund 2.000 Menschen ums Leben. 400.000 Usbeken flohen. Einigen glückte der Weg über die Grenze nach Usbekistan. Tausende andere mussten auf kirgisischer Seite ausharren, weil Usbekistan die Grenze dichtgemacht hatte. Die Regierung konnte die Versorgung nicht mehr garantieren. Helfer warnten vor Seuchengefahr in den Flüchtlingslagern.

Nun haben sich mehr als 5.000 Flüchtlinge bereiterklärt , wieder in ihre Heimat zurück zu kehren.

Kirgisiens Übergangspräsidentin Rosa Otunbajewa war bei ihrem Besuch im Konfliktgebiet mit Buhrufen empfangen worden. Die Flüchtlinge werfen ihr Tatenlosigkeit vor. Vor allem als die Ausschreitungen rund um Osch eskalierten, sei von ihr nichts zu hören gewesen, hiess es.
Die Regierung hält daran fest trotz des Ausnahmezustandes im Süden des Landes, über eine Verfassungsänderung ein Referendum abzuhalten. Dies interessiert die Bevölkerung aktuell aber nicht.

Die rückkehrenden Flüchtlinge erwartet nichts Gutes. Die Lage hat sich zwar mit militärischer Hilfe stabilisiert, aber fast 70 Prozent der Häuser sind zerstört. Viele wurden laut Stadtverwaltung geplündert. Den Heimkehrern bietet sich ein Bild der Verwüstung.