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Kirgistan: Flüchtlinge trauen sich zurück

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Kirgistan: Flüchtlinge trauen sich zurück

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Gut eine Woche nach den blutigen Unruhen im Süden Kirgistans, sind erste Flüchtlinge aus dem benachbarten Usbekistan in ihre schwer zerstörte Heimat zurückgekehrt.

Bei den ethnischen Kämpfen zwischen Kirgisen und Usbeken kamen Schätzungen zufolge 2000 Menschen ums Leben, 400.000 flohen.
Nach Angaben des usbekischen Militärs haben sich rund 5000 Flüchtlinge freiwillig zur Rückkehr entschieden. Die Lage hat sich stabilisiert, doch die Menschen trauen dem Frieden nicht:
“Wir haben ein schlechtes Gefühl und Angst, dass das Gleiche noch einmal passieren könnte. Wir wissen nicht was uns erwartet.”

In Osch, dem Epizentrum der Zusammenstöße, sind ganze Viertel abgebrannt, laut der Stadtverwaltung wurden etwa 70 Prozent der Gebäude zerstört. Den Rückkehrenden bietet sich ein Bild der Verwüstung.

Trotz des Ausnahmezustands ruft die Übergangsregierung die Bevölkerung dazu auf, am kommenden Sonntag über eine neue Verfassung abzustimmen. Polizei und Eliteeinheiten sollen für Sicherheit sorgen.