Eilmeldung

Sie lesen gerade:

Wende im Gasstreit


Weißrussland

Wende im Gasstreit

Überraschende Wende im Gasstreit: Weißrussland hat nach Regierungsangaben nun doch seine Rechnungen bei Russland komplett bezahlt und die geforderten 152 Millionen Euro an den Staatskonzern Gazprom überwiesen.

Zuvor hatte Gazprom nur noch 60 Prozent der üblichen Menge an Weißrussland geliefert.

Die Lieferungen würden immer weiter gedrosselt, bis die Schulden bezahlt seien, warnte Gazprom-Chef Alexej Miller.

Russland bestätigte den Erhalt des Geldes zunächst nicht. Zugleich stellte Weißrussland nun selbst ein Ultimatum. Sollte Gazprom nicht bis Donnerstag seine Schulden für den Transit
von Gas begleichen, werde Minsk dem Westen den Gashahn zudrehen.

Durch Weißrussland führt eine wichtige Transitleitung in die Europäische Union. Für Polen, Deutschland und Litauen könnte ein Gasstopp problematisch werden.

Der Präsdident des Europa-Parlaments, Jerzy Buzek, sagte, die EU sei besorgt über die Situation. Man brauche Energiesicherheit. Man wolle sicher sein können, dass der Transit nicht gestoppt werde.

Um Probleme bei der Gasversorgung künftig zu vermeiden, will die EU nun Gasspeicher in Polen bauen.

Jede Geschichte kann aus vielen Perspektiven erzählt werden. euronews Journalisten berichten in ihren Sprachen, mit ihrer Sicht der Dinge.

Nächster Artikel

welt

Aufmüpfiger General mit offenen Worten