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Gasstreit zwischen Moskau und Minsk beigelegt

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Gasstreit zwischen Moskau und Minsk beigelegt

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Das Gas strömt wieder nach Weißrussland; der Streit zwischen Moskau und Minsk ist beigelegt. Mehrere Tage lang hatte zwischen den Ländern dicke Luft geherrscht: Der Kreml hatte Weißrussland vorgeworfen, Gaslieferungen nicht bezahlt zu haben, die Schulden beliefen sich demnach auf umgerechnet rund 160 Millionen Euro. Russland hatte daraufhin die Versorgung Weißrusslands mit Gas um bis zu 60 Prozent gedrosselt.

Nun aber hat Minsk seine Schulden vollständig bezahlt, wie der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko erklärte: “Wir haben alles beglichen und wir haben Gazprom gebeten, die Drosselungen wieder rückgängig zu machen. Manche europäische Länder wie Deutschland und Litauen sagen, sie würden nicht die normale Gasmenge erhalten, aber dazu können wir nichts sagen, das muss Gazprom beantworten.”

Gazprom hat seinerseits Transitgebühren in Höhe von 185 Millionen Euro bezahlt. Offen bleiben rund 25 Millionen – die will Gazprom aber nur zahlen, wenn Minsk einen neuen Vertrag über Transitgebühren unterzeichnet. Ein Fünftel des für Europa bestimmten Gases aus Russland fließt über weißrussisches Gebiet.