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Im Juni die meisten Toten in Afghanistan seit 2001

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Im Juni die meisten Toten in Afghanistan seit 2001

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Mit bislang 79 Toten ist der Juni der verlustreichste Monat für die Internationale Schutztruppe in Afghanistan (ISAF) seit Beginn ihres Einsatzes im Jahr 2001. Allein an diesem Donnerstag wurden nach Angaben des afghanischen Innenministeriums elf Sicherheitskräfte bei einem Bombenanschlag und einem schweren Verkehrsunfall getötet, darunter vier NATO-Soldaten. Am Vortag erst war der amerikanische General David Petraeus zum Nachfolger des bisherigen Oberbefehlshabers der NATO-Truppen, Stanley McChrystal, ernannt worden.
McChrystal hatte sich in einem Magazin-Artikel abfällig über mehrere Regierungsmitglieder und Diplomaten sowie US-Präsident Barack Obama geäußert, Obama hatte ihn daraufhin entlassen.

“Die Afghanen sind zuversichtlich, dass Petraeus sogar besser sein wird, als McChrystal”, sagt der Politikwissenschaftler Haroon Mir.

“McChrystal zeigte einige Schwächen, etwa wenn es um seine Beziehungen zur afghanischen Regierung und den anderen NATO-Staaten ging.“ Obama machte klar, dass die Strategie in Afghanistan unverändert bleibe. Petraeus hatte bislang das Zentralkommando über alle US-Truppen im Nahen Osten, einschließlich der im Irak und in Afghanistan.