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Schweres Zugunglück in Spanien

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Schweres Zugunglück in Spanien

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Es ist das schwerste Zugunglück seit sieben Jahren in Spanien. 12 Menschen starben, 14 weitere wurden verletzt. Einige von ihnen schweben in Lebensgefahr. Es wird noch Tage dauern bis alle Leichen indentifiziert sind. Vor allem Jugendliche wurden von dem Schnellzug erfasst, als sie bei dem katalanischen Ort Castelldefels die Gleise überquerten. Sie wollten an den Strand, wo die Johannisfeuer brannten, um die Sommersonnenwende zu feiern. Ein Augenzeuge berichtet:

“ Ich bin mit meiner Frau und meiner achtjährigen Tochter hierhergekommen. Meine Frau hielt der Kleinen die Augen zu, bis wir aus dem Bahnhof raus waren. Trotzdem hat sie Blut gesehen. Ich erzählte, es sei von einem Hund. Hoffentlich glaubt sie mir. Alles war so unwirklich. Da waren so viele Schreie. Menschen waren in Panik. Ich fürchte, sie vergisst das nie.”

Die Fußgängerbrücke war kaputt und der Tunnel mit Menschen überfüllt. So entschlossen sich rund 300 Menschen über die Gleise zum Strand zu gelangen. Die Bahn weist schon jetzt mögliche Vorwürfe zurück und der Minister, John Saura, will Klarheit.

“ Der Tunnel war offen und die Fussgängerbrücke geschlossen. Sie hätten alle durch den Tunnel gemusst. Wir werden genau untersuchen müssen, warum es zu dem schweren Unfall kam.”

Vor dem Krankenhaus warten Angehörige der Opfer auf Informationen. Sie sind in der Stadthalle untergebracht und werden psychologisch betreut, teilte der Zivilschutz mit.