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Walfang bleibt verboten und geht doch weiter

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Walfang bleibt verboten und geht doch weiter

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Der kommerzielle Fang von Großwalen bleibt verboten. Das Kompromisspapier, dass legale Fangquoten für die nächsten zehn Jahre vorsah, ist vom Tisch.
Für die Meeressäuger ändert sich wenig, denn Japan, Island und Norwegen halten sich nicht an das Verbot und jagen zu sogenannten “wissenschaftlichen Zwecken.” Allein im vergangenen Jahr wurden so mehr als 1500 Wale getötet.

Auf der Walfangkonferenz im marokkanischen Agadir konnte also erneut kein Kompromiss erzielt werden, nächstes Jahr soll weiterverhandelt werden. Der norwegische Vertreter Karsten Klepvik erklärte: “Die Differenzen zwischen den Pro-Walfang und Anti-Walfangländern sind unüberbrückbar. Für viele der Gegner wäre nur ein kompletter Fangstop akzeptabel.”

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßte die Ablehnung des Papiers, bedauerte jedoch, dass keine Fortschritte bei dem Schutz der bedrohten Meeressäuger gemacht wurden: “Der Status quo erlaubt Japan, Island und Norwegen jährlich ungestraft tausende Wale abzuschlachten.”

Eine Biologin der Tierschutzorganisation Pro Wildlife bezeichnete die Walfangkommission als veraltet. Die Wale seien nicht nur von Harpunen sondern auch von der Verschmutzung und Erwärmung der Meere bedroht.