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Was tun, wenn das Öl knapp wird?

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Was tun, wenn das Öl knapp wird?

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In vergangenen Jahren ist der Ölpreis ständig gestiegen. Sehr zum Leidwesen der Verbraucher, vor allem in Bereichen wie Tranport und Fischerei. LKW-Fahrer haben in Großbritannien und Frankreich Raffinerien blockiert, um den Regierungen Sonderregelungen abzutrotzen. Gebracht hat es zeitweiliger Ebbe an den Tankstellen und damit Schäden durch Produktions- und Lieferausfälle, die in die Milliarden gehen.

Die Ölproduktion lange Zeit stetig angestiegen – mehr geht nicht. Aber der Bedarf steigt weiter. Also wird der Konflikt immer größer zwischen dem hohen Bedarf und nicht ausreichendem Angebot.

Ob die Erdölproduktion bereits ihr höchstmögliches Volumen erreicht hat, ist unter Fachleuten umstritten. Fakt ist: es wird immer teurer, die gleiche Menge Erdöl zu fördern. Man muss tiefer bohren, in schwerer zu erschließende Regionen gehen und auch die Transporte werden immer teuerer. Von den kaspischen Ölfeldern zum Beispiel sind es rund 4.000 Kilometer bis zu den europäischen Verbrauchern. Das Öl aus Saudi Arabien wird sogar über zehntausend Kilometer per Schiff bis in die USA transportiert.

Dass ununterbrochen Öl fließt ist die Voraussetzung für das Funktionieren und erst recht für das Wachsen westlicher Volkswirtschaften.
Aber inzwischen sind mit den Schwellenländern ernsthafte Konkurrenten beim Wettlauf um das “schwarze Gold” aufgetaucht.
Und zur Zeit genießt bei vielen Regierungen die Ankurbelung des Konsums Vorrang vor Reduzierung des CO-2-Ausstosses. Globale Abkommen sind dringend nötig – sowohl zum Klimaschutz als auch für den wirtschaftlichen Umgang mit nicht mehr überreichlich vorhandenen Energiereserven.

Wir sollten unsere Abhängigkeit vom Erdöl reduzieren!