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Stalin abserviert

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In einer Nacht-und-Nebel-Aktion haben die georgischen Behörden am Freitagmorgen das Stalindenkmal in Gori, der Geburtsstadt des Diktators abgerissen. Die Behörden wissen, dass ihre Aktion nicht bei allen gut ankommt. Trotz der Millionen von Toten, die Stalins Weg säumen, wird der frühere sowjetische Staats- und Parteichef von vielen Menschen, nicht nur in seiner georgischen Heimat, glühend verehrt.

Die sechs Meter hohe Bronzestatue soll ins Stalin-Museum von Gori, den zur Zeit leeren Sockel soll künftig ein Monument zum Gedenken an die “Opfer des Stalinismus und der russischen Agression” schmücken. Unter “russischer Agression” versteht der Regierung Saakaschwili den Krieg um Südossetien im August 2008.

Damals war Gori für Wochen von russischen Truppen besetzt. Anschließend forderten einige Politiker und prominente Georgier, das Stalin-Denkmal zu entfernen: Nach dem russischen Bombardement und der Besatzung geböten dies Anstand und Moral.