Eilmeldung

Eilmeldung

Urteil zur Sterbehilfe

Sie lesen gerade:

Urteil zur Sterbehilfe

Schriftgrösse Aa Aa

Wegen Totschlags wurde Anwalt Wolfgang Putz verurteilt. Der Bundesgerichtshof sprach ihn nun frei. Putz hatte seiner Mandantin geraten, den Schlauch für die künstliche Ernährung ihrer Mutter zu durchtrennen. Die lag seit fünf Jahren im Koma. Das Urteil des BGHs bringt nun Rechtssicherheit bei der Sterbehilfe. Bisher widersprachen sich Betreuungs- und Strafrecht.

Der Bundesgerichtshof entschied für das Betreuungsrecht. Dannach ist der passive Abbruch lebensverlängernder Behandlungen erlaubt, wenn es dem Willen des Patienten entspricht. Dazu muss der Patient seinen Willen vor der Erkrankung geäußert haben. Zur passiven Sterbehilfe gehören unter anderem der Abbruch der künstlichen Ernährung oder Beatmung.