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G8 sammeln sechs Milliarden Euro gegen Armut

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G8 sammeln sechs Milliarden Euro gegen Armut

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Knapp sechs Milliarden Euro im Kampf gegen die Kinder- und Müttersterblichkeit in armen Ländern. Das ist das Ergebnis des G8-Gipfels im kanadischen Huntsville. Sonst kaum Konkretes. Fast ein Drittel des Geldes stammt von Nicht-G8-Staaten und dem Microsoft-Milliardär Bill Gates. Die UNO fordert drei mal mehr zum Erreichen dieser Milleniumsziele. Und von den Gleneagles-Zusagen von vor fünf Jahren stehen noch 15 Milliarden Euro aus.

“Ich habe den Eindruck, dass die Staats- und Regierungschefs bei ihren Zusagen dieses Mal sehr vorsichtig waren”, sagte der Gastgeber, Kanadas Regierungschef Stephen Harper. Er hoffe, es werde nicht noch einmal Versprechen geben, die die Regierungen nicht halten wollten oder die sie nicht gut durchdacht hätten.

Zu den Chefs der sieben führenden Industrienationen und Russlands stoßen im 200 Kilometer entfernten Toronto nun die Vertreter der Schwellenländer. Gegen den G20-Gipfel demonstrierten dort hunderte Menschen. Eine Einigung auf die von den Europäern geforderte internationale Finanztransaktionssteuer ist nicht in Sicht, die Bankenabgabe schaffte es nicht einmal in die Entwürfe zur Abschlusserklärung.