Eilmeldung

Eilmeldung

Referendum in Kirgistan

Sie lesen gerade:

Referendum in Kirgistan

Schriftgrösse Aa Aa

In Kirigistan hat die Volksabstimmung über eine neue Verfassung begonnen. Sie soll den von ethnischer Gewalt erschütterten Staat in demokratische Strukturen führen. Vor dem eigentlichen Urnengang am Wochenende gaben Soldaten schon am Freitag ihre Stimme ab. Damit können sie die Abstimmung absichern. Die Behörden befürchten besonders im Süden neue Gewalt. Dort hatten sich vor zwei Wochen Kirgisen und Usbeken bekämpft. Bis zu 2000 Menschen wurden dabei vermutlich getötet. Zehntausende sind seitdem auf der Flucht.

Der im April gestürzte Despot Kirgistans, Kurmanbek Bakijew, wird von der Übergangsregierung für die Pogrome gegen Usbeken verantwortlich gemacht. Sein Neffe wurde am Freitag in der Unruheregion verhaftet. Er soll Bakijew unterstützt haben.

Die Übergangsregierung will sich mit der Abstimmung legitimieren. Sie ist nicht gewählt worden. Viele Usbeken können aber nicht abstimmen. Sie sind entweder auf der Flucht oder fürchten erneute Ausschreitungen, wenn sie wählen gehen.